05.11.2020

Spielend zurück in die Realit?t / Unfallrisiko Smartphone

Spielend zurück in die Realit?t / Unfallrisiko Smartphone

Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. weist auf Unfallrisiken durch die Ablenkung beim Gebrauch von Smartphones im Stra?enverkehr hin.

Bonn, 05.11.2020 - Mal schnell an der Ampel die WhatsApp Nachrichten checken oder beim überqueren der Stra?e noch eben das n?chste Level ansteuern. Kinder und Jugendliche lassen sich von Smartphones ablenken. Was um sie herum geschieht, bekommen sie dann kaum noch mit. Dabei k?nnen Situationen, in denen die Realit?t ausgeblendet wird, vor allem im Stra?enverkehr sehr gef?hrlich sein.

"Kinder als Fu?g?nger verunfallen zu 88 Prozent beim überqueren der Stra?e. Mehr als die H?lfte achtete dabei nicht auf den Verkehr", wei? Andreas Kalbitz, Gesch?ftsführer der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. Im Stra?enverkehr und im ?ffentlichen Leben h?ufen sich gef?hrliche Situationen, die durch unachtsames Verhalten und besonders durch Ablenkung verursacht werden. Eine Befragung der BAG unter knapp 1.000 Jugendlichen kommt zu dem Ergebnis, dass das Thema Ablenkung durch Smartphone-Nutzung und die damit verbundenen Unfallrisiken nur unzureichend im Bewusstsein der 14- bis 18-J?hrigen verankert sind. Dabei sind 40 Prozent der ?lteren Jugendlichen bereits mindestens einmal in eine brenzlige Situation geraten.

Fast zwei Drittel der Befragten geben zudem an, dass ihre Eltern nicht immer als Vorbilder in punkto Smartphone-Nutzung taugen und das Thema auch selten zwischen Eltern und Kindern diskutiert wird. "Dabei ist es sehr wichtig, dass Eltern ihren Kindern ein gutes Vorbild sind und Smartphones weder beim Autofahren, auf dem Rad noch in sonstigen Situationen des Stra?enverkehrs benutzen, in denen ihre Aufmerksamkeit unverzichtbar ist", sagt Kalbitz.

"Echt Jetzt?!" spielt mit realer und digitaler Welt

Die BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. hat aus diesem Grund eine Initiative gegen echte Unf?lle im digitalen Leben unter der überschrift "Echt Jetzt?!" initiiert und wird dabei vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gef?rdert. Das Motto der Initiative ist mehrdeutig. Als Frage motiviert es dazu, riskantes Verhalten zu hinterfragen. Musst du "echt jetzt" das Smartphone in die Hand nehmen, w?hrend du mit dem Fahrrad durch die Stadt radelst? Als Aussage mit Ausrufezeichen weist es darauf hin, dass wir im Hier und Jetzt, also im echten Leben sind.

"Go real game" auf Instagram

Um Jugendliche für eine bewusstere Nutzung ihres Smartphones zu sensibilisieren, versucht die Initiative sie dort zu erreichen und einzubinden, wo sie sich h?ufig aufhalten und lebendig beteiligen: in Social Media-Kan?len. Das geschieht mithilfe der Online-Spiels "Go Real Game", das auf Instagram l?uft. Darin wird die Geschichte über das Insta-Girl Leyla und den Gamer Nick erz?hlt. Die beiden 13-j?hrigen Protagonisten sind st?ndig vom Smartphone abgelenkt und entgehen nur knapp einem Unfall. Daraufhin werden sie verpixelt dargestellt. Um wieder in das wirkliche Leben zurückzufinden, müssen sie das "Go Real Game" spielen und die Unterstützung der Community gewinnen. Das Spiel verknüpft die Realit?t mit der Online-Welt und lenkt den Fokus so auf die Gefahren durch unachtsame Smartphone-Nutzung. Das geschieht nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Hinweisen und Ratschl?gen, die sich in diesem Mitmach-Spiel gespickt mit humoristischen und ernsten Inhalten ergeben. So kommen z.B. Challenges vor, Memes als Spa?faktor und verschiedene Postingtypen.

Erste Ergebnisse zeigen, dass das Spiel von der Kernzielgruppe der 13-14-J?hrigen gut angenommen wird. Die Anzahl der Follower steigt kontinuierlich und die Community zeigt sich sehr interaktionsfreudig.

Jugendliche ab 13 Jahre finden das "Go Real Game" auf Instagram unter. Eltern k?nnen sich unter der Website go-real-game.de/infomaterial/ über echte Unf?lle im digitalen Leben informieren.

Hier finden Sie die Kernergebnisse der Jugendpanelbefragung

über die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V.

Die BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. informiert über die Verhütung von Kinderunf?llen, gibt zahlreiche Broschüren zur Kindersicherheit heraus und veranstaltet Fortbildungen. Unterstützt durch verschiedene Bundesministerien und weitere Institutionen setzt die BAG sich dafür ein, Kinderunf?lle zu reduzieren und innovative Pr?ventionsma?nahmen für Heim und Freizeit sowie Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene voran zu bringen.

 

Pressekontakt BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V.

Karoline Becker

Tel.: 0228/2072727

E-Mail: presse(at)kindersicherheit.de

 

 

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